200.000 Kronen für Kinder und Jugendliche, die einen Erwachsenen brauchen, der ihnen zuhört
Die Stiftung „Sol og Strand“ von Margit und Kjeld hat das neue Büro von „Børns Vilkår“ in Aalborg mit einer Spende von 200.000 Kronen unterstützt.
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200.000 DKK
2025
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Kinder-Telefon und Jugendberatung HÖRT
In den neuen Büroräumen von BørneTelefonen am Nytorv in Aalborg herrscht eine herzliche und einladende Atmosphäre. Die Kaffeemaschine brummt, und am Eingang stehen Snacks für die Freiwilligen bereit, die jeden Tag hierherkommen, um mit Kindern und Jugendlichen über kleine und große Herausforderungen wie Freundschaften, Mobbing, Familienverhältnisse und Unzufriedenheit zu sprechen.
„Die Freiwilligen sind das Herzstück von BørneTelefonen und HØRT, und es ist wichtig, dass sie sich wohlfühlen“, sagt die Kinderfachberaterin Line Brøndum Nielsen mit einem Lächeln, während sie durch die hellen und einladenden Räumlichkeiten führt.

Die Stiftung „Sol og Strand“ von Margit und Kjeld hat „Børns Vilkår“ mit 200.000 Kronen für ein neues Büro in Aalborg unterstützt, das am 1. September eröffnet wurde. „BørneTelefonen“ hat bereits Büros in Valby und Aarhus, aber der Wunsch, sich in Aalborg niederzulassen, bestand schon seit langem. Einerseits, um enge und starke Kooperationen mit nordjütischen Gemeinden aufzubauen, um das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen zu stärken – andererseits, um bessere Möglichkeiten für die Rekrutierung von Freiwilligen zu schaffen. Aalborg bietet gute Voraussetzungen mit mehreren großen Ausbildungsgängen wie Pädagoge, Sozialarbeiter, Lehrer und Psychologe.
– Die Kinderhotline und die Jugendberatung HØRT wurden in Aalborg super aufgenommen. Unser Ziel war es, nach drei Jahren ein Team von 100 Freiwilligen zu haben, aber bereits jetzt sind wir bei 80. Dafür sind wir unglaublich dankbar, denn so können wir viel mehr Kindern und Jugendlichen helfen, die einen Erwachsenen zum Reden brauchen, erzählt Line Brøndum Nielsen.

Gründliche Ausbildung
Die große Unterstützung hat auch für viel Betrieb im neuen Büro gesorgt. Alle Freiwilligen absolvieren einen Grundkurs, der sie auf ihre Aufgabe vorbereitet und sie für schwierige Gespräche rüstet.
„Wir legen großen Wert auf Weiterbildung und bieten regelmäßig Kurse an, die auch auf die Bedürfnisse der Freiwilligen zugeschnitten werden können. Viele nehmen das Wissen und die Erfahrungen mit in ihre Ausbildung oder ihr Berufsleben, wodurch unser kinderfachlicher Ansatz auch in Gemeinden und anderen Einrichtungen breitere Verankerung findet“, sagt Line Brøndum Nielsen.
Die Kinderhotline ist rund um die Uhr erreichbar und die Themen sind breit gefächert – von Konflikten in Freundschaften und psychischen Problemen bis hin zu Verliebtheit und selbstverletzendem Verhalten.
– Jeder kann sich mit dem, was ihn beschäftigt, an uns wenden. Wir holen das Kind dort ab, wo es gerade steht, und gehen von seinen Bedürfnissen aus. Vor allem abends und nachts kontaktieren uns viele per Telefon, Chat oder SMS, oft mit Gefühlen der Einsamkeit, Traurigkeit oder Selbstmordgedanken, erzählt Marianne Rasmussen, Leiterin der Kinderhotline.

Die Kinderhotline und die Jugendberatung HØRT hatten im Jahr 2025 fast 64.000 Gespräche mit Kindern und Jugendlichen. Trotzdem gibt es viele Kinder und Jugendliche, die nicht durchkommen – vor allem, wenn viele Kinder und Jugendliche gleichzeitig anrufen.
„Wir erleben eine große Nachfrage, der wir mit der Eröffnung des Büros hier in Aalborg – und nicht zuletzt dank der großartigen Unterstützung durch Freiwillige in Nordjütland – besser gerecht werden können“, sagt Marianne Rasmussen.
Die Kinderhotline und die Jugendberatung HØRT werden von Børns Vilkår betrieben – einer privaten Nichtregierungsorganisation, die sich für die Stärkung und Verbesserung der Entwicklungsmöglichkeiten, der Lebensbedingungen und der Aufwachstumsbedingungen von Kindern in Dänemark einsetzt. Die Beratung ist kostenlos und anonym.
FAKTEN
Die Sichtweise von Børns Vilkår auf Kinder und Jugendliche basiert auf Rechten und ist in der Kinderkonvention verankert. Sie basiert auf dem grundlegenden Vertrauen, dass Kinder und Jugendliche kompetent sind, wertvolle Perspektiven haben und wichtige Mitglieder der Gemeinschaft sind. Gleichzeitig liegt es immer in der Verantwortung der Erwachsenen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Sicherheit, Einbeziehung und Teilhabe ermöglichen.
Die Kinderhotline und die Jugendberatung HØRT hatten im Jahr 2025 fast 64.000 Gespräche mit Kindern und Jugendlichen per Telefon, Chat, SMS und Briefkasten. Børns Vilkår betreibt außerdem die Elternhotline, die im Jahr 2025 über 7000 Gespräche führte.
Ende 2025 gab es insgesamt 1068 Freiwillige. Sie beraten Kinder und Jugendliche rund um die Uhr von den Büros in Aalborg, Aarhus und Valby sowie von zu Hause aus.