Spende stärkt Gemeinschaften für benachteiligte Jugendliche
Die Stiftung „Sol og Strand“ von Margit und Kjeld hat 152.520 Kronen für die Arbeit von „Paradigmeskiftet“ gespendet, die darauf abzielt, Gemeinschaften zur Kompetenzförderung für benachteiligte Jugendliche in Aarhus und Mitteljütland zu schaffen.
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152.520 DKK
2025
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Der Paradigmenwechsel
„Vertrauen in die Träume junger Menschen. Unterstützung bei ihrer Verwirklichung.“ So lautet das Motto des Vereins „Paradigmeskiftet“ aus Aarhus, der von der Erkenntnis ausgeht, dass es neuer Wege bedarf, um jungen Menschen zu helfen, die in den klassischen Systemen den Halt verlieren.
– Bei uns stehen die Wünsche und Träume der Jugendlichen im Mittelpunkt. Das bedeutet nicht, dass wir uns zurücklehnen – ganz im Gegenteil. Wir blicken über die Grenzen des öffentlichen Systems hinaus und passen die Unterstützung individuell an, sagt Steffen Rasmussen, Leiter von „Paradigmeskiftet“.

„Paradigmeskiftet“ ist eine alternative Schule, die kostenlose Lehr- und Mentorenprogramme in den Bereichen Projektentwicklung, Unternehmertum, Technologie und Gaming anbietet. Die Schule erhält keine öffentlichen Zuschüsse, sondern finanziert sich ausschließlich durch Spenden und Unternehmen, die einem jungen Menschen einen kostenlosen Platz sponsern. Dies eröffnet neue Wege bei der Unterstützung junger Menschen auf ihrem Weg in den Beruf oder in die Ausbildung.
– Es ist eine Schule für Jugendliche, die nicht in die Schubladen des Systems passen, sagt er.
Gefährdet, aber nicht exponiert
Es gibt Platz für jeweils 24 Schüler. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie weder eine Ausbildung absolvieren noch auf dem Arbeitsmarkt vertreten sind. Viele haben eine Diagnose, während andere mit Ängsten, Depressionen oder Einsamkeit zu kämpfen haben.
– Es handelt sich um gefährdete, aber nicht gefährdete Jugendliche. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass sie nicht von der Gefährdung in die Gefährdungslage geraten. Sie alle haben Potenzial, und unser Ziel ist es, ihnen den Mut und das Vertrauen zu geben, dass sie dieses Potenzial ausschöpfen können, sagt Steffen Rasmussen.

Laut dem Bericht „Paradigmeskiftet“ stehen in Dänemark etwa 43.000 junge Menschen weder im Arbeitsmarkt noch im Bildungssystem. Dies erfordert neue Lösungen – und einen Ansatz, bei dem die Erfahrungen und Perspektiven der Jugendlichen als Stärke betrachtet werden, die zum Wohle sowohl des Einzelnen als auch der Gesellschaft genutzt werden kann.
– Bei „Paradigmeskiftet“ haben junge Menschen die Möglichkeit, Kompetenzen zu entwickeln, Beziehungen aufzubauen und neue Wege im Leben zu finden – in einer Gemeinschaft, in der sowohl für Vielfalt als auch für Verletzlichkeit Platz ist, sagt er.
Die Mittel aus dem Fonds „Sol og Strand“ von Margit und Kjeld sollen für Aktivitäten verwendet werden, die die Kompetenzen, das Wohlbefinden und die soziale Entwicklung der Schüler fördern.
– Für viele Schüler war der Alltag über längere Zeiträume von Isolation geprägt. Gemeinsame Erlebnisse können hier ein wichtiger Schritt hin zu mehr Wohlbefinden und Teilhabe am Gemeinschaftsleben sein, sagt Steffen Rasmussen.
Zu den Gästen von „Paradigmeskiftet“ gehörten unter anderem ein Personalchef, der – trotz vier Diagnosen – 200 Mitarbeiter leitet, die Autorin Lotus Turéll, der Schlagzeuger der Band Carpark North sowie die Musikerin Mathilde Falch.
– Das hilft dabei, den Jugendlichen zu zeigen, dass es möglich ist, seine Träume zu verwirklichen, auch wenn der Weg dorthin nicht immer geradlinig verläuft. Bei „Paradigmeskiftet“ fördern wir ihre Träume und geben ihnen die Werkzeuge an die Hand, um sie zu verwirklichen, sagt Steffen Rasmussen.

Der Paradigmenwechsel wurde 2024 eingeleitet, weshalb es noch zu früh ist, die volle Wirkung der Maßnahmen zu messen.
– Die ersten umfassenden Daten werden uns 2026 vorliegen, aber schon jetzt lässt sich feststellen, dass es allen Schülern, die das Programm durchlaufen haben, besser geht. Sie haben mehr Selbstvertrauen gewonnen, sind motivierter und fühlen sich weniger einsam, sagt Steffen Rasmussen.
Er teilt außerdem mit, dass von einer Gruppe von 15 Jugendlichen zwei eine Vollzeitstelle gefunden haben, einer einen Ausbildungsplatz erhalten hat, zwei sich für eine Ausbildung beworben haben, drei ein Praktikum absolvieren, während zwei das Programm vorzeitig abgebrochen haben. Die übrigen Teilnehmer sind in ein neues Programm gewechselt, bei dem der Schwerpunkt verstärkt auf dem Übergang zu einem Praktikum, einer Ausbildung oder einer anschließenden Beschäftigung liegt.