Spende in Höhe von 100.000 Kronen eröffnet neue Möglichkeiten in der Psychiatrie in Vejle
Die Stiftung „Sol og Strand“ von Margit und Kjeld ermöglicht die Umsetzung eines neuen Projekts in der Psychiatrieabteilung des Krankenhauses Lillebælt in Vejle.
VERLIEHEN
100.000 DKK
2025
Erfahren Sie mehr über
Krankenhaus Lillebælt
Die Spende in Höhe von 100.000 Kronen soll für die Durchführung eines Projekts verwendet werden, das Patienten der Psychiatrie in Vejle dabei helfen soll, mit Selbstverletzungsimpulsen durch konkrete Bewältigungsstrategien umzugehen.
„Das ist eine Spende von großer Bedeutung. Ohne diese Mittel hätten wir nicht in die Werkzeuge und Materialien investieren können, die wir für das Projekt benötigen“, erklärt Martin, der zusammen mit seiner Kollegin Kamilla hinter dem Projekt „Selbstverletzung und Bewältigungsstrategien“ steht.
Sie sind als Peer-Mitarbeiter in einer Abteilung mit Platz für bis zu 90 Patienten beschäftigt. Beide haben eigene Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen und nutzen heute ihr Wissen und ihre Erfahrung, um Patienten zu helfen, sich besser zu fühlen.
„Wir können uns in ihre Situation hineinversetzen, weil wir selbst schon Ohnmacht und mangelnde Kontrolle über unsere Gefühle erlebt haben. Das bedeutet, dass es uns leichter fällt, eine vertrauensvolle Beziehung zu den Patienten aufzubauen. In unserer täglichen Arbeit führen wir Gespräche mit den Patienten und bekommen ein Gefühl dafür, welche Bewältigungsstrategie der Einzelne benötigt“, erklärt Martin.

Das Projekt basiert auf evidenzbasierten Studien. Ziel ist es, Selbstverletzungen vorzubeugen und gleichzeitig dazu beizutragen, den Einsatz von Zwangsmaßnahmen zu reduzieren.
„Wenn Patienten den Drang verspüren, sich selbst zu verletzen, reicht es nicht aus, ihnen zu sagen: ‚Das darfst du nicht.‘ Wir müssen ihnen eine Alternative bieten. Hier setzen wir taktile Bewältigungsstrategien ein, beispielsweise Tangles oder Fidgets, kleine sensorische Hilfsmittel, die man in der Hand halten und hervorholen kann, wenn der Drang zur Selbstverletzung auftritt“, erklärt Martin.
Die Erfahrungen zeigen, dass dies den Patienten helfen kann, ein Gefühl der Selbstbestimmung zu entwickeln und mehr Kontrolle über ihre eigenen Gedanken und Handlungen zu erlangen. Langfristig stärkt dies ihr Selbstvertrauen und weckt die Hoffnung, dass der Drang zur Selbstverletzung mit der Zeit nachlässt.
Das Projekt umfasst außerdem eine längerfristige Bewältigungsstrategie, die auf hobbyorientierten Aktivitäten basiert. Die Abteilung bietet bereits kreative Angebote wie eine Kunstgruppe und ein Strick- und Häkelcafé an, und mit dem Projekt sollen die Möglichkeiten beispielsweise um Sport und Musik erweitert werden.
„Als Peer-Mitarbeiter können wir dazu beitragen, Rahmenbedingungen für Aktivitäten zu schaffen, bei denen sich Patienten treffen und Teil einer Gemeinschaft werden können, die ihrem Leben einen Sinn gibt und ihnen das Gefühl vermittelt, nicht allein zu sein“, erklärt Kamilla, die seit 2024 als Peer-Mitarbeiterin tätig ist.
„Wir nutzen unsere eigenen Erfahrungen, um den Patienten auf ihrem Weg zur Genesung zu unterstützen. Für mich ist es sehr sinnvoll, etwas von dem Dunkelsten in meinem Leben zu nutzen, um anderen Licht zu bringen“, sagt sie.
Das Projekt wird nach Plan laufend evaluiert, und hoffentlich werden die im Rahmen des Projekts vorgeschlagenen Bewältigungsstrategien eine positive Wirkung zeigen.