Geld aus dem „Sol og Strand“-Fonds soll Vorurteile gegenüber ADHS bekämpfen
Knapp drei Prozent der dänischen Schulkinder leiden schätzungsweise an ADHS, und daher gibt es guten Grund, mit den Vorurteilen aufzuräumen, die oft gegenüber ADHS bestehen. Dazu sollen eine Reihe persönlicher Berichte beitragen.
Die Direktorin der ADHD-Vereinigung war überglücklich und vor allem sehr dankbar, als sie erfuhr, dass die Stiftung „Fonden Sol og Strand ved Margit og Kjeld” 151.675 Kronen für die Arbeit der Vereinigung spendet.
„Es handelt sich um eine Spende, die es uns ermöglicht, unser Projekt zu verwirklichen, bei dem wir 100 Vorträge mit persönlichen Erfahrungsberichten über ADHS an Bildungseinrichtungen, Arbeitsplätzen, Schulen usw. halten werden“, sagt Geschäftsführerin Camilla Louise Ganzhorn.
Obwohl mittlerweile viel medizinisches Wissen über ADHS vorhanden ist, besteht ein großer Bedarf an Informationen darüber, wie es in der Praxis ist, mit dieser Diagnose zu leben. Aus diesem Grund hat die ADHS-Vereinigung ein Projekt ins Leben gerufen, in dem eine Gruppe von Freiwilligen über ihr Leben mit ADHS berichtet.
„Wir haben derzeit ein Team von 34 ehrenamtlichen Erzählern, die für die Durchführung von Vorträgen geschult wurden. Wir möchten weitere 15 ehrenamtliche Mitarbeiter für das Team ausbilden“, erklärt Camilla Louise Ganzhorn.
– Wir erleben eine sehr große Nachfrage, sowohl was die Teilnahme am freiwilligen Erzählkorps angeht als auch was die Verbreitung der Geschichten unter anderem an weiterführenden Schulen, Arbeitsplätzen und Bildungseinrichtungen betrifft.
Die ADHS-Vereinigung wurde 1982 gegründet und setzt sich dafür ein, dass der Mensch und nicht die Diagnose die Entscheidungen, die Richtung und die Möglichkeiten im Leben bestimmt. In dieser Hinsicht sind die Geschichten wichtig, denn sie sollen dazu beitragen, dass man versteht, dass ADHS von Person zu Person unterschiedlich ist.
„Wir möchten Hoffnung und Optimismus wecken, wenn man sieht, dass es trotz ADHS Handlungsmöglichkeiten gibt“, sagt Camilla Louise Ganzhorn.
– Wir hoffen, dass unsere Erzähler andere Menschen inspirieren können, die ebenfalls an ADHS leiden oder Angehörige von Betroffenen sind. Sie können berichten, wie sie die Diagnose erleben, wo es wehtut und wo es schwierig wird.
Der Direktor hofft außerdem, dass die Geschichten dazu beitragen können, mehr Toleranz in der Gesellschaft zu schaffen, weil man ein besseres Verständnis für die Herausforderungen, aber auch für die Stärken einer Person mit ADHS bekommt.
– Es gibt hohe Erwartungen daran, wie man sich verhalten und wie man sich an einem Arbeitsplatz einrichten soll. Ich hoffe, dass diese Berichte dazu beitragen können, die Art und Weise, wie Arbeitsplätze und Bildungseinrichtungen eingerichtet sind, zu hinterfragen, damit wir Rahmenbedingungen und Bedingungen schaffen, in denen sich auch Menschen mit ADHS wohlfühlen, sagt Camilla Louise Ganzhorn.
Wichtige Maßnahmen
Das Ehepaar Margit und Kjeld Andersen gründete 1979 Sol og Strand Feriehusudlejning A/S. Das Paar hat nun die Eigentumsrechte an eine Stiftung übertragen, um das Unternehmen in dänischer Hand zu erhalten und weiterzuentwickeln und gleichzeitig wohltätige und lokale Zwecke zu unterstützen.
– Wir freuen uns, dass wir einen Verein wie ADHD unterstützen können. Wir wissen, dass viele Kinder mit dieser Diagnose Schwierigkeiten haben, die Grundschule mit einem Abschluss zu beenden, der ihnen den Zugang zu einer weiterführenden Schule ermöglicht. Deshalb ist es wichtig, dass wir Verständnis und Einblick dafür schaffen, wie wir den Kindern die optimalen Rahmenbedingungen für das Lernen bieten können, sagen Margit und Kjeld Andersen.
Insgesamt hat der Fonds im Jahr 2023 knapp drei Millionen Kronen gespendet, und es wird erwartet, dass dieser Betrag in Zukunft noch steigen wird.